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Fabio & Grooverider: Pioniere des Drum & Bass

Wenn man über Drum and Bass spricht, führt kein Weg an zwei Namen vorbei: Fabio und Grooverider. Die beiden Londoner DJs haben das Genre nicht nur geprägt, sondern eine ganze Kultur (mit-)geschaffen, die bis heute weltweit gefeiert wird. Ihre Leidenschaft für Musik, ihre charakteristischen Styles und ihre unermüdliche Hingabe an den Sound machen sie zu lebenden Legenden – zu Symbolfiguren für Integrität, Innovation und musikalische Neugier.
Die Anfänge: Von Acid House zum Jungle
Ich selbst habe die beiden Anfang der 90er für mich entdeckt - als die erste Rave bzw. Jungle & Breakbeat Welle auf die Schweiz traf. An Raves im Flösserhof in Biberist oder im Konzertsaal Solothurn hörte ich zum ersten Mal diese gebrochenen, schnellen, rohen Beats. Am Montag danach rannte ich ins Tribe, um nach CDs und Platten zu diggen und stiess dabei (nebst anderen) natürlich auf die zwei Legenden. Fabio und Grooverider waren aber schon etwas früher unterwegs in Sachen Musik. Ende der Achtziger tauchten sie in die Acid-House-Szene Londons ein. Beide kamen aus unterschiedlichen musikalischen Richtungen – Soul, Funk, Rare Groove, Reggae, doch ihre Vision war dieselbe: Musik sollte Energie freisetzen, Menschen verbinden und Grenzen sprengen.
«Wir kamen vom Rare Groove und Funk, spielten dann House und Techno, aber irgendwann haben wir die Beats gebrochen.»
Sie gehörten zur ersten Welle von DJs, die den Underground mit House infizierten. In einem seiner Interviews erinnert sich Fabio, dass sie anfangs einfach leidenschaftliche Sammler waren, die jede Platte suchten, die anders klang. Doch bald begannen sie, ihre Sets freier zu gestalten, Breakbeats zu mischen, Tempo und Rhythmus zu verschieben und damit das Fundament für etwas völlig Neues zu legen.